Wie politisch sind Fachpersonen der Sozialen Arbeit?

Im Studium, über Fachliteratur, durch den Berufskodex oder an Tagungen der Sozialen Arbeit wird oftmals vermittelt: Fachpersonen der Sozialen Arbeit sollen – ja müssen – sich politisch einbringen. Sozialer Arbeit – wer oder was auch immer damit genau gemeint sein mag – wird ein politisches Mandat, ein politischer Auftrag oder zumindest eine politische Funktion zugeschrieben. Die genannten und andere Quellen fordern zwar eine ganze Menge, gehen aber nie darauf ein, inwiefern ihre Forderungen tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden. Im deutschsprachigen Raum wurde die politische Partizipation von Sozialarbeitenden bislang (zum Beispiel im Gegensatz zu den USA) kaum erforscht.

Im Rahmen meiner Masterthesis möchte ich einen Beitrag leisten, diese bedeutende Forschungslücke zu schliessen. Von Mai bis Juli 2018 habe ich deshalb mittels einer Onlineumfrage Fachpersonen der Sozialen Arbeit aus der Schweiz zu ihrer politischen Aktivität befragt. Der Fragebogen wurde von 1824 Berufskolleg*innen ausgefüllt: ganz herzlichen Dank! Nun werte ich die Rückmeldungen aus und veröffentliche die Ergebnisse ab März 2019 hier. In der Zwischenzeit kann ich interessierten Kolleg*innen die untenstehenden, im Internet frei zugänglichen Arbeiten aus der Schweiz und den USA zur Lektüre empfehlen. Ebenfalls interessant ist ein Blick auf die Angebote und Publikationen der «Sektion Politik Sozialer Arbeit» der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit.